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Krebssportgruppen PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 15 Dezember 2005

Rahmenbedingungen für den Rehabilitationssport

-Die Krebssportgruppen in Deutschland-

Bereits 1981 wurden in Deutschland die ersten Krebsnachsorge-Sportgruppen gegründet. Die erste, vermutlich weltweit, entstand an der Deutschen Sporthochschule Köln, in der Brustkrebspatientinnen erste Bewegungsübungen durchführten. Inzwischen existieren über 650 Rehabilitationssport-Gruppen in ganz Deutschland, dies ist weltweit einmalig!

Bis heute sind die mit Abstand meisten Mitglieder in den Rehabilitationssportgruppen in der Krebsnachsorge Brustkrebspatientinnen. Der aktuellen Entwicklung folgend, kann jedoch zurzeit vermehrt auch ein Zulauf von Patienten mit anderen Krebsentitäten beobachtet werden. Vor allem die Männer, die bekanntlich in den Herzsportgruppen zu über 70% und in den Krebssportgruppen nur zu 5 % vertreten sind, interessieren sich ganz offensichtlich vermehrt für die Rehabilitationssport-Angebote der Sportvereine.

Zumindest aus finanzieller Sicht ist dies nicht weiter erstaunlich, da diese Sportangebote für Krebspatienten kostenlos sind. Nach §44 SGB IX (entsprechend § 43 SGB V) fällt der Rehabilitationssport mit Krebspatienten unter die „Ergänzenden Leistungen“ und muss damit von den Kostenträgern unterstützt werden. Jede Krebspatientin und jeder Krebspatient hat das Anrecht auf den Rehabilitationssport.

Damit stehen jeder und jedem krebsbetroffenem Kassenpatient 50 Übungsstunden (mindestens jeweils 30 Minuten) Rehabilitationssport, in einem vom LandesSportBund zertifizierten Sportverein zu, deren speziell ausgebildete Übungsleiter die Gruppen anleiten.

Alle Übungsleiter durchlaufen seit 1991 in Deutschland über die Landessportbünde ein einheitliches Ausbildungsprogramm. Des Weiteren müssen die Patienten auch keine Mitgliedschaft im Turnverein antreten!

Zur Verschreibung von Rehabilitationssport muss der niedergelassene Internist, Onkologe oder Hausarzt das Muster 56 ausfüllen, das beim Sportverein abgegeben wird. Der Verein setzt sich daraufhin mit den Kostenträgern in Verbindung.

Darüberhinaus ist die Nachsorge für Patienten ebenso wichtig, wie die Bewegungstherapie in der Akut-Klinik. Aus diesem Grund unterstützt der KrebsKreis die bundesweit agierenden 650 Krebssportgruppen. Wir möchten Betroffene motivieren, nach der medizinischen Behandlung in Krebssportgruppen, die über die Landessportbünde organisiert werden, zu gehen, um dort wieder physischen und sozialen Halt zu finden. Hier finden Sie Ihre Gruppe in Ihrem Wohnort .

Letzte Aktualisierung ( Montag, 07 April 2008 )